Ich sehe Führungskräfte, die im System arbeiten, aber nicht am System und deshalb viel vom Falschen tun, das nicht hält. Weil der Alltag keinen Raum lässt. Weil der Rahmen das Richtige schwer und das Falsche leicht macht. Wer jeden Tag liefert, entscheidet, beruhigt und eskaliert, hat keine Distanz mehr zu dem, was er gerade tut. Und ohne Distanz entsteht keine Veränderung.
Ich sehe Teams, die schlecht zusammenarbeiten. Weil Strukturen sie täglich daran hindern. Ich sehe Entscheidungen ohne Klarheit. Routinen, die ins Leere laufen. Erwartungen, die nie ausgesprochen wurden, aber täglich enttäuscht werden.
Und ich sehe die Verschwendung. Die stille, zermürbende Verschwendung an Energie, an Zeit, an Menschen.
Beschäftigungsprogramme, die niemand braucht. Interventionen, die Ratlosigkeit hinterlassen. Leistungsträger, die abwandern, weil sie spüren, dass etwas nicht stimmt, auch wenn sie es nicht benennen können. Keine Zufälle. Folgen von Denkstrukturen, die niemand hinterfragt.
Folgen von Rahmenbedingungen, die das Falsche wahrscheinlich machen zeige ich hier in zwei Blogbeiträgen auf, die zwei Muster zeigen, die ich immer wieder in Organisationen antreffe.
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Wer Harmonie wählt, wählt informelle Macht►
"Denk morgen dran..." - der teuerste Satz in ihrem Unternehmen